Hintergrund

In einer Welt, in der Lehrern kaum Material zur Verfügung stand, um Schülern Zeitgeschichte anschaulich zu vermitteln, entwickelte Dr. Peter Dusek Ende der 70er Jahre aus der eigens produzierten 16-teiligen Radioserie „Alltagsfaschismus“ das Format der „Medienkoffer“ I-IV. Dies war der erste Schritt, Tonkassetten, Filme, Plakate, Nachdrucke von Zeitungen, und Radioaufnahmen, sowie Fachbücher über die Zeit des ersten und zweiten Weltkriegs, der Zwischenkriegszeit, und der Nachkriegsära bis hin in die 80er Jahre, in einem Medienpaket zu vereinen. Aus schwer zugänglicher und trocken vermittelter Zeitgeschichte wurde Geschichte nun über die multimediale Darbietung erlebbar und stand „zum Anfassen“ zur Verfügung. Die Medienkoffer zur Zeitgeschichte sollten später der Auslöser für die bisher erfolgreichsten österreichischen historischen Dokumentarfilmreihen „Österreich II“ und „Österreich I“ von Hugo Portisch werden. 

Mit den Möglichkeiten neuer Technologien und Medien entwickelt Hon.-Prof. Dr. Peter Dusek heute den “Digitalen Medienkoffer” gemeinsam mit dem „Verein zur Aufarbeitung der Zeitgeschichte“ (Link) und wird von Dipl. Informationswirt Sven Saekert dabei unterstützt. Sven Saekert hat die bisherige Sozialisierung des Internets in verschiedenen Etappen seiner Karriere in Wien, Brüssel und Berlin aus unterschiedlichen Blick- winkeln, auch schon in seinem informationswissenschaftlichen Studium (in Darmstadt 2004 bis 2008), begleitet. Seine berufliche Laufbahn wurde maßgeblich durch das Projekt Europa geprägt.

Der „Digitale Medienkoffer“ soll also eine Transformation der analogen Medienkoffer aus den 70er Jahren in die moderne virtuelle Welt ergeben und will das Potential der digitalen Gesellschaft nutzen, hin zu einer demokratischen Geschichtsaufarbeitung. 

ORF Sinowatz Portrait von 2016 - Präsentation 1000 Medienkoffer für Schulen
ORF Sendung "Okay" vom 11. Mai 1980 - Portrait Medienkoffer
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